„Kriegsverbrechen“: Hamas bezichtigt UNO-Organisation
04.09.2009
Die Hamas im Gazastreifen bezichtigt die UNO-Flüchtlingshilfeorganisation UNWRA eines "Kriegsverbrechens". In einem offenen Brief an den UNWRA-Chef im Gazastreifen, John Ging, werfen Vertreter der Hamas der UNO-Behörde vor, eine Erwähnung des Holocaust in den Lehrplan für Acht-Klässler aufgenommen zu haben, obgleich der Holocaust eine "von den Medien vervielfältige Lüge und Erfindung der Zionisten" sei.
Rund 200.000 Flüchtlingskinder besuchen allein im Gazastreifen von der internationalen Gemeinschaft finanzierte UNO-Schulen. Im Nahen Osten unterhält die UNO das größte Erziehungssystem überhaupt für eine halbe Million Schüler im Libanon, in Syrien, Jordanien und in den palästinensischen Autonomiegebieten.
Thema könne verwirren
Ging wurde aufgefordert, das Thema aus den Schulbüchern zu streichen, weil es bei den palästinensischen Schülern "Mitgefühl und Sympathie für die Leiden der Juden" zu erwecken drohe und sie so "verwirren könnte", hieß es in dem offenen Schreiben. Die so genannten Flüchtlingslager-Komitees der Hamas, die den Brief an Ging unterzeichnet hatten, lehnen es kategorisch ab, dass den Kindern "die Lügen der Juden" gelehrt würden. Der Holocaust sei kein (historischer) Fakt.
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