Israels Existenzkampf
18.01.2007
Vortrag und Diskussion mit dem israelischen Historiker Yaacov Lozowick. Mittwoch, 14. März 2007, 20:00 Uhr. Jüdisches Zentrum, Jakobsplatz, München
Der von der Hisbollah im letzten Jahr angezettelte Libanon-Krieg hat
erneut gezeigt, wie ernst es Gruppen wie ihr und den sie
unterstützenden Staaten mit den Vernichtungsdrohungen gegen Israel ist.
Der israelische Historiker Yaacov Lozowick, Direktor des Archives der
Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, vertritt die These, dass die
Weigerung der arabischen Welt, das Existenzrecht Israels anzuerkennen,
das größte Hindernis für den Frieden ist. Der ehemalige
Friedensaktivist und "Peace-Now"- Sympathisant zweifelt daran, dass
eine friedliche Lösung des Konflikts in absehbarer Zeit möglich ist.
Seine Zweifel leitet er aus der Entwicklung des
israelisch-palästinensischen Konflikts ab, der schon vor der Gründung
Israels 1948 begann. Lozowick liefert in seiner Streitschrift eine
politische und moralische Rechtfertigung der Kriege, die Israel seit
1948 im Kampf um seine Existenz geführt hat. Er widerlegt entlang der
historischen Entwicklung jene arabische und westliche Propaganda, die
Israel als "imperialistischen Kolonialstaat" diffamiert und ihm die
alleinige Verantwortung für den Konflikt zuweist. Ebenso zerstört er
den Mythos von der "Gewaltspirale" , wonach beide Seiten gleichermaßen
schuld an diesem Konflikt seien. Yaacov Lozowick bietet eine
materialreiche und anschauliche Darstellung der Geschichte des Staates
Israel und seiner Kriege, auch der Grausamkeiten und Fehler. Lozowick
bringt damit dem Leser die israelische Perspektive des Nahost-Konflikts
näher, die in der europäischen Berichterstattung in der Regel
ausgespart wird.
Eine Veranstaltung von: AK Antisemitismus, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München, Deutsch-Israelische Gesellschaft München, ThinkTank34

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